Marmalade Sky

Marmalade Sky
Michelle Grabner

Eröffnung
Donnerstag, 28. März 2019, 19 Uhr

Ausstellung
29. März – 30. Mai 2019

Die Galerie Gisela Clement freut sich, die erste Einzelausstellung der amerikanischen Künstlerin Michelle Grabner in Deutschland zu präsentieren.
Textile Muster durchziehen das Werk der Künstlerin. In ihren Wollbildern, Malereien, Zeichnungen und Installationen untersucht die Künstlerin auf fast semiotische Art und Weise das Phänomen domestizierter Ornamente. Ihre „Musterbilder“ liefern das Bild einer Gesellschaft der Kopien, der industriellen Reproduktion. So kehren die neben anderen seriellen Arbeiten in der Ausstellung gezeigten „Deckel-Bilder“ den Aneignungsprozess der Lebensmittelindustrie um, die Vichy-Caro Muster auf Deckel von Marmeladengläsern druckt, um den Eindruck von „handgemacht“ zu erzeugen. Michelle Grabner ihrerseits gießt diese Deckelformen in Bronze und bemalt sie per Hand mit dem uns vertrauten, gediegenen Muster.

Grabner geht es dabei auch um die Signifikanten des Weiblichen, wobei sie auf künstlerische Praktiken wie das Weben, Nähen und Spinnen referiert, die in der zeitgenössischen Kunst als feministische Praxis neue Wertschätzung erfahren: Gewebe herzustellen, Muster zu formen und Fäden zu verbinden, wird mit feministischen Qualitäten wie etwa Ermächtigung durch Organisation und Kollektivismus assoziiert. Grabners Werk bildet ein Netz von Ähnlichkeitsserien, das nach allen Seiten hin geöffnet ist und immer neue, nicht hierarchische Bezüge möglich macht.

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Die Galerie Gisela Clement freut sich, als Initiatorin der Ausstellung MARMALADE SKY das Werk von Michelle Grabner zum ersten Mal einer deutschen Öffentlichkeit zugänglich zu machen und ausgewählte Arbeiten der Bilderserien „Circle Paintings“, „Gingham“ und der „White Paintings“ zu präsentieren. Ebenfalls gezeigt werden neue Arbeiten der Serie „Lids“.

Das Repertoire der Malerei Michelle Grabners steht dem/der Betrachter*in deutlich vor Augen. Strenge Karomuster, heroische Pinselspuren, psychedelische Lochkarten-Ornamente, irritierend pulsierende Kreise, alles erscheint überschaubar und regelmäßig. Es sind Bilder, die zunächst an nichts anderes denken lassen, als an das, was sie zeigen, Bilder, die ein Muster wiederholen, ohne dass sich ein Gewöhnungseffekt einstellt. Grabners konzeptueller Konstruktivismus widmet sich nicht einfach vorhandenen Dingen, sondern der Art und Weise, wie etwas bildhaft erscheint. Was wir sehen, sind nicht nur Muster, sondern Gemälde von Mustern, keine authentischen Gesten, sondern Bilder solcher Gesten – flach und von ihrer ursprünglichen Stofflichkeit gelöst. Handelt es sich um die Reproduktion eines karierten Stoffmusters oder um das Zitat eines abstrakten Gemäldes? Man mag sich zurecht an das Vokabular der Minimal Art der 1960er oder an feministische Ausdrucksformen der 1980er Jahre Jahre erinnert fühlen. Hier sieht die Künstlerin selbst Ihre Vorbilder. Entscheidend für Michelle Grabners konzeptuelle Malerei ist jedoch weniger ihr Kontext, als vielmehr die Konsequenz, mit der ihr Werk die Ebenen miteinander verschränkt.

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